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Teilprojekte/ Dissertationen




» Karin Berkhoff

» Veronika Gaube

» Kai Kaldrack

» Britta Kastens

» Harald Reisinger

» Bianca Schlußmeier

Ermittlung von (Miss-)Erfolgsfaktoren einer nachhaltigeren Entwicklung in Agrarintensivregionen

Im Rahmen der Dissertation werden die institutionellen und akteurspezifischen Bedingungen für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Region untersucht. Ob und inwieweit ein "von oben" initiierter Institutionenwandel, wie er durch die WRRL erfolgt, auch zu einer regional nachhaltigeren Landbewirtschaftung in Deutschland führen kann und in welchem Rahmen es auf regionaler Ebene zu Umsetzungsproblemen kommt, bilden Grundfragen der Arbeit. Als Fallstudie wird das Einzugsgebiet der Hase untersucht. Die Region ist eines von ca. 30 Bearbeitungsgebieten, die die niedrigste Umsetzungsebene der WRRL in Niedersachsen bilden. Zugleich ist das Gebiet eines der intensivsten Tierveredelungsregionen Deutschlands.

Anhand einer Institutionenanalyse werden die formalen und informalen Spielregeln der Agrar- und Umweltpolitik auf verschiedenen Ebenen erforscht. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verlauf der europäischen, deutschen und niedersächsischen Gewässerschutzpolitik, die Analyse der Interpretations- und Handlungsspielräume bei der Umsetzung für die jeweiligen Ebenen und ihre Auswirkungen für die regionale Ebene bilden die Untersuchungsschwerpunkte.

Innerhalb der regionalen Perspektive untersucht eine Akteursanalyse die unterschiedlichen Positionen regionaler und überregionaler Akteure zum Problemfeld Landwirtschaft und Gewässerschutz und geht der Frage nach, welche Akteure auf die Umsetzung der WRRL auf welcher umweltpolitischen Skala Einfluss ausüben (können). Dabei werden neben den Interessen und Ressourcen, auch die jeweiligen Problemwahrnehmungen der Akteure analysiert, um vor allem regionale Handlungsmuster im Umsetzungsprozess besser verstehen zu können.

Im Rahmen der Arbeit werden auch die unterschiedlichen partizipativen Instrumente wie sie zur Umsetzung der WRRL in Niedersachsen Anwendung finden, analysiert. Von besonderer Relevanz erweisen sich hierbei die für Niedersachsen etablierten 28 Gebietskooperationen – eines davon im Einzugsgebiet der Hase –, die insbesondere die aktive Einbindung von Interessenvertretern auf regionaler Ebene gewährleisten sollen. Die Etablierung der Gebietskooperationen kann als das wichtigste Instrument zur aktiven Einbindung der Interessenvertreter in Niedersachsen gesehen werden. Hinter ihnen steht die klare Intention und Erwartung, dass insbesondere Maßnahmen zur Zielerreichung der WRRL am effektivsten auf dieser Ebene entwickelt werden können. Dies impliziert jedoch auch einen Spielraum für die Gebietskooperationen, die Umsetzung der WRRL in die eine oder andere Richtung zu lenken.

Das Promotionsvorhaben erfolgt mit einer kumulativen Dissertation. Als Ergebnis des Promotionsvorhabens sind bisher folgende Artikel verfasst worden:

Kastens, Britta, Newig, Jens (forthcoming): Will great expectations in Brussels be dashed in Lower Saxony? The effectiveness of the Water Framework Directive regarding the key issue of agricultural nitrate pollution. Accepted from European Environment.

Kastens, Britta, Newig, Jens (2006): Successful implementation of the WFD at the regional scale – the example of a region with intensive agriculture. ADECAGUA International Symposium: "New Water Policies. The Water Framework Directive", Barcelona, 17-18 Mai 2006.

Kastens, Britta, Newig, Jens (2006): Participation as a key factor for the successful implementation of the Water Framework Directive – the case of agricultural groundwater protection in Northwest Germany. ‘Participatory Approaches in Science & Technology (PATH)’, 4.-7. Juni 2006, Edinburgh, Schottland.

Kastens, Britta, Newig, Jens (2005): Die aktuelle Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie - Konsequenzen und Perspektiven für die Landwirtschaft am Beispiel Niedersachsens; in: Berichte über Landwirtschaft 83 (3), S. 463-482.  [Abstract]


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